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Miteinander leben und lernen

3.2 Miteinander leben und lernen

Schule soll Lebensraum und Lernort sein, in dem sich Kinder, Lehrerinnen, Erzieherinnen und Eltern mit gegenseitiger Achtung begegnen.

• Kinder sollen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden.
• Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der Kinder werden berücksichtigt.
• Unsere Schüler und Schülerinnen  sollen Strategien zum selbstständigen
   Lernen vermittelt bekommen. Kinder sollen ermutigt
   werden, verschiedene Lösungswege auszuprobieren.
• Lehrerinnen schaffen eine Atmosphäre, in der mit Freude gelernt wird.


Unsere Schule sieht es als Aufgabe, Kinder zu einem gewaltfreien Miteinander zu erziehen.

• Die Lehrerinnen schaffen Möglichkeiten, in denen Kinder ein
   demokratisches Miteinander erleben und erlernen können.
• Pädagogische Gespräche und der Klassenrat gehören zur festen
   Einrichtung.
• In den 4. Klassen gibt es einen Gewalt- Präventionskurs

Im Schuljahr 2013/2014 wurde an unserer Schule ein Kinderrat eingerichtet. Dort treffen sich regelmäßig die verschiedenen Klassensprecher und ihre Vertreter mit der Schulleiterin um Fragen und Probleme aus den Klassen zu klären und Informationen zu erhalten  So können die Anliegen der gesamten Schulgemeinde transparent gemacht werden.


Lernen


Lernen bedeutet für uns, den Kindern unserer Schule ganzheitliche Erfahrungen zu ermöglichen, d.h. wir wollen mit Kopf, Herz und Hand lernen. Der Erwerb von Wissen und Fähigkeiten ist in einen kompetenzorientierten Unterricht eigebettet.
Für die Informationsaufnahme nutzen wir verschiedene Methoden und Medien, um die verschiedenen Lerntypen (z.B. visuell, auditiv)  zu berücksichtigen und persönliche Lernstrategien zu ermöglichen.


Differenzierung


Die Lehrer unserer Schule sehen in der zu unterrichtenden Lerngruppe nicht „die Klasse“  im Allgemeinen, sondern bis zu 20 kleine individuelle Lerntypen.
Die Kinder sind unterschiedlich und müssen deshalb dort abgeholt werden, wo sie in ihrem Lernentwicklungsstand stehen.  Da alle Kinder einer Klasse gemeinsam lernen, ist eine innere Differenzierung in unserem Unterricht ein fester Bestandteil, um die Heterogenität in den Klassen aufzufangen.

Eine flexible Unterrichtsgestaltung gibt unterschiedlichen Lerntempi, Auffassungs-fähigkeiten, Kenntnisstände, Interessengebiete und Anfangs-voraussetzungen ihren Raum zur weiteren Entwicklung.

In unserer Unterrichtspraxis nutzen wir folgende Formen der inneren  Differen-zierung:

• Unterschiede im Zeitaufwand (Aufgabenmenge)
• Unterschiede in der Aufgabenstellung
• Unterschiede im Komplexitätsgrad und Schwierigkeitsstufe
• Unterschiede in den notwendigen Durchgängen (Zusatzaufgaben)
• Unterschiede im Grad der Selbstständigkeit (hilflos- selbstständig)
• Unterschiede nach Vorkenntnissen (methodisch oder thematisch)
• Unterschiede in der Kooperationsform (Einzel- /Partner- oder GA)
•Unterschiede in den Zielen (Fundamente, Zusätze, Verfestigung)

 

Offener Unterricht


Das Kollegium der Grundschule Lindheim möchte jedes Kind entsprechend seinen eigenen Möglichkeiten bestmöglich fördern und fordern. Die Kinder sollen so geför-dert werden, dass sie ihre Fähigkeiten und Interessen  erkennen und Freude daran haben, sich weiterzuentwickeln und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Die Kinder sollen über Zeiten, Räume und Situationen verfügen, in denen sie Formen sozialer Beziehungen erproben und stabilisieren können (Perspektiven-wechsel, Konflikte lösen). Durch die Wechselbeziehung von Lernen und Leben werden Erfahrungsbrücken der Schule zur Umwelt geschlagen. Offener Unterricht stellt gemeinsames Lernen vor Einzelarbeit, um so die Teamfähigkeit und partnerschaftliches Verhalten zu fördern.

In unserem Unterricht erlernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Formen offenen Unterrichts kennen. Dabei ist die Offenheit auf verschiedene Bereiche zu beziehen:


• Offenheit in der Organisationsform ( Zeitorg., Arbeits- und  Sozialform)
• Offenheit im inhaltlichen Bereich
• Offenheit im kognitiven Bereich (z. B. fächerübergreifendes Lernen)
• Offenheit im sozio- emotionalen Bereich
• Offenheit gegenüber der Welt außerhalb der Schule (z.B. Umweltbezug)

Formen offenen Unterrichts an unserer Schule sind: Wochenplanunterricht, Lernen an Stationen, Projektunterricht und Freie Arbeit.

Die Rolle des Lehrers beim Offenen Unterricht sehen wir im Beobachten, Orientierung geben, anregende Fragen stellen, dosierte Hilfe geben.
Die Lehrkräfte erkennen, welche Kinder der Klasse Förderung und Forderung brauchen und unterstützen den Lernprozess durch eine vorbereitete Lernumgebung und Arbeitsmaterialien.
Nur die richtige Mischung aus offenen und geschlossenen Formen des Unterrichts macht den Unterricht qualitativ gut.



Regeln und Rituale


Eindeutige und lernförderliche Regeln, Rituale und Ordnungsprinzipien spielen in unserem  Schulalltag eine große Rolle, denn sie stützen die gemeinsame Arbeit. Rituale müssen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt sein. Ihre pädagogische Wirkung ist von den damit verbundenen Absichten abhängig. Rituale unterstützen die Rhythmisierung des Unterrichts, denn wiederkehrende, bekannte Muster und Arbeitsschritte vermitteln eine Regelmäßigkeit im Schulalltag. Zugehörigkeit und Gemeinschaft vermitteln Rituale eines gemeinsamen Anfangs- und Abschlusskreises oder wiederkehrende Prozeduren zu Festtagen (z. B. Geburtstag, Adventskalender). Auch Anerkennung und Zuwendung wird den Kindern z. B. in ritualisierten Präsentationsformen zuteil, wenn jedes Kind in gleichem Maße berücksichtigt wird. Förderlich für gemeinsame Arbeitsphasen sich vor allem Lern- und Kommunikationsrituale, die eine klare Struktur vorgeben und den Arbeitsprozess entlasten. Diese erstrecken sich von kleinen Signalen (z. B. Handzeichen zur Herstellung von Ruhe), über feste Begrüßungsformeln bis hin zu wiederkehrenden Übungen (z. B. Stilleübungen). Regeln, als feste Vereinbarungen für das eigene Verhalten und den Umgang mit anderen, an denen sich die Mitglieder einer Gruppe orientieren sollen, ermöglichen ein angenehmes Miteinander in unseren Klassen. Für die innere Ordnung und Disziplin im schulischen Umfeld sind Regeln für unsere Schule unentbehrlich. Durch das Setzen von Grenzen und Entwickeln von Regeln wird den Kindern ein fester Handlungsrahmen vorgegeben, der ihnen Sicherheit und Struktur gibt. Rituale und Regeln geben dem sozialen Zusammenleben eine verlässliche Ordnung. Die Schulzeit wird gegliedert und gibt den Kindern einen stabilen und verlässlichen Handlungsrahmen als Orientierungshilfe. Ein Unterricht der von Ritualen und Regeln zu sehr dominiert wird, kann Schülerinnen und Schüler jedoch in ihrer Entfaltung hemmen. Daher ist ein Ausbalancieren von Ritualen und Spontanität für uns wichtig, um die Lernfreude der Kinder zu stimulieren. Um Rituale auf die Kinder der Lerngruppe abzustimmen, können die vom Lehrer eingesetzten Aktionen von den Schülerinnen und Schülern bei Bedarf variiert werden, um der Alltagspraxis angepasst zu werden. Somit wird eine Offenheit für die Heterogenität und den Individualismus geschaffen und die Rituale werden zum Teil der Schülerinnen und Schüler, füllen die Schulzeit mit Spannung und geben doch jedem einzelnen psychischen Halt.